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Phänomen Online-Gaming
Gegen einen humanen Kontrahenten in einer virtuellen Disziplin anzutreten ist mittlerweile so normal wie das Amen in der Kirche. Beinahe jedes Spiel aus jedem Genre verfügt über einen Online-Modus, in dem kooperativ oder gegeneinander gespielt werden kann. Pflichtprogramm ist es meist nicht, da die meisten Entwickler ihren Fokus auf die Qualität ihrer Geschichte, Umgebung und Authentizität legen. Die Begeisterung für Online Games lässt sich jedoch nicht mehr stoppen und so wurde das Internet auch in der Spielebranche zu einem dauerhaft genutzten Medium.
Das schadet aber den Entwickler nicht - ganz im Gegenteil. Die Leute warten förmlich auf eine neue Pixeldisziplin in welcher sie echten Mitstreitern auf den Zahn fühlen können. Denn genau hier liegt der Reiz, welcher Multiplayerspiele so unvergleichlich macht. Zwar fehlt hier meistens eine tiefgründige Story und epische Inszenierung, der Wettkampf ist jedoch spannender, abwechslungsreicher und voller Überraschungen. Entwicklung findet überall statt, auch in der KI (künstliche Intelligenz) der Computerspiele. Jedoch macht sich hier ein Fortschritt nur sehr langsam bemerkbar. Und wer spielt schon gerne gegen Gegner, welche kein Verständnis für Taktik, Teamplay und Strategie haben? Niemand!
Niemand ist das richtige Stichwort - denn keiner steht gerne auf einem gigantischen virtuellen Schlachtfeld und weiß, dass „Niemand außer mir dort ist“. Alles vom Computer gesteuerte Scripte, Events und Befehle. Keine mit der Umwelt interagierenden Kämpfer, keine Absprache per Chat oder etwaigen Sprachkommunikationsmitteln. Die Menschen leisten sich seit jeher Wettkämpfe in jeder nur erdenklichen Disziplin. So ist es leicht nachvollziehbar warum dieser Hype auch die Spielindustrie erobert hat. Egal ob man auf Strategie/ Aufbauspiele, Rennsportsimulationen oder wilde Schießereien abfährt. Jedes Genre bietet unzählbar viele Möglichkeiten mit verschiedenem Schwerpunkt und Möglichkeiten. Jedoch geht es dabei immer um die Leistungen und Können der menschlichen Spieler. Ausreden wie etwa "Das ist halt ein viel zu stark eingestellter NPC" fallen hier flach. Man bekämpft sich also nicht nur auf virtueller Basis, die daraus resultierenden Fähigkeiten wie etwa Reaktion, Genauigkeit, Taktik und Teamplay bestimmen die Wettbewerbsfähigkeit im weltweiten Netz sowie die persönliche Visitenkarte. Man entwickelt ein professionelles Ego um andere menschliche, ebenso oder noch stärkere Gegner dem Erdboden gleich zu machen; wobei das Gefühl des Erfolges natürlich enorm ist.
Beitrag in der Kategorie Social Communities, verfasst am 16.12.2011 17:20 Uhr
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